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Noma war bereits in der Antike bekannt und wurde von Hippokrates, Gallienus, Celsus und Arataeus von Kappadokien beschrieben. In zahlreichen Texten des 18. und 19. Jahrhunderts wird das Auftreten der Krankheit in Frankreich, Deutschland, Polen, Schweden, Niederlande, Grossbritannien und Spanien erwähnt. Auch in den USA gab es zwischen 1826 und 1848 Fälle von Noma. Das Verschwinden von Hungersnöten und die verbesserte Hygiene führten im 20. Jahrhundert zur Ausrottung von Noma in den industrialisierten Ländern, mit Ausnahme von Fällen in den Konzentrationslagern der Nazis in Auschwitz und Belsen.
An der Weltgesundheitsversammlung von 1989 stand Noma zum ersten Mal auf der Tagesordnung der internationalen Agenda. Der Einsatz von Edmond Kaiser und Yvan Muriset war entscheidend dafür, der Öffentlichkeit ins Bewusstsein zu bringen, dass Noma noch nicht überall auf der Welt ausgerottet ist.
Mit der Verabschiedung eines Aktionsplans und einer Strategie für den Kampf gegen Noma der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erfolgte 1992 ein grosser Schritt nach vorne. Ihm folgte 1994 die Anerkennung von Noma als ein Problem der öffentlichen Gesundheit sowie die Einsetzung eines internationalen Programms gegen Noma und der Schaffung eines internationalen Aktionsnetzwerks gegen Noma (RIACN), das für die Begleitung des Programms zuständig ist.
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Mangels finanzieller Mittel und vielleicht auch mangels Interesses der internationalen Gemeinschaft, musste die WHO den Start des Programms aufschieben und die Verantwortung dafür an das WHO-Regionalbüro für Afrika (WHO/Afro) zurückgeben. Weitergeführt wurden nur noch lokale, durch private Spendengelder finanzierte Aktivitäten, insbesondere der NGO Sentinelles, Hilfsaktion Noma, Campaner, Au Fil de la Vie, Hymne aux Enfants und Enfants du Noma. Dank freiwilliger Einsätze von chirurgischen Fachärzten konnten Dutzende von Kindern operiert werden. Erst im Jahre 2000 und dank des Eingreifens der Stiftung Winds of Hope konnten die von der WHO ursprünglich geplanten nationalen Programme zum Kampf gegen Noma wieder aufgenommen werden. Nach einer erfolgreichen Versuchsphase im Niger hat die Stiftung mit der WHO ein Kooperationsabkommen über 5 Jahre unterzeichnet mit dem Ziel, die nationalen Programme auf Burkina Faso und Mali und danach auf Benin, Togo und Senegal auszudehnen.
Weitere Informationen über den Stand der Programme in den einzelnen Ländern:Unterstützte Länder
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