Niger
 

 

Aufgrund des ausgeprägten Interesses der Regierung, sich für den Kampf gegen Noma einzusetzen, wurde der Niger als Pilotland ausgewählt. Er war das erste Land, das von der Stiftung Winds of Hope unterstützt wurde. Seit dem Jahr 2000 hat die Stiftung dieses Programm unter Leitung des Gesundheitsministeriums und des Regionalbüros der WHO (WHO/Afro) mit insgesamt 420'000 Schweizer Franken (280'000 Euro) unterstützt. Der Erfolg ermutigte alle beteiligten Partner, diese Art von Programm auf andere Länder auszudehnen.

Konkret beinhaltet das Programm den Aufbau eines Informations- und Ausbildungssystems, das sich kaskadenartig von der Ministerebene, über die regionalen und subregionalen Ebenen bis hin zur lokalen Ebene ausbreiten soll. Mit Hilfe dieses Programms soll schliesslich in jedem Dorf ein Gesundheitsagent oder ein traditioneller Heiler in die Lage versetzt werden, elementares Präventionswissen zu vermitteln und die ersten Anzeichen von Noma frühzeitig zu erkennen. Ende 2006 hatten über 3'000 Personen die entsprechenden Informationsworkshops besucht. Da es im Niger rund 12'000 Dörfer gibt, bleibt aber noch viel zu tun.

Bevor das nationale Programm gestartet werden konnte, hat Winds of Hope mehrere Aktionen zum Kampf gegen Noma finanziert: ein Produktionsprojekt für Spirulina unter der Leitung der NGO Antenna Technologies zur Bekämpfung der Mangelernährung sowie mehrere Präventions- und Früherkennungsaktionen der humanitären Vereinigungen Sentinelles (Schweiz), Hilfsaktion Noma (Deutschland) und Campaner (Spanien).